Neuigkeiten November 2022: Literarischer Ausflug nach Japan

Wie immer traf sich die Literaturgruppe „Sprachgewand(t)“ am letzten Freitag des Monats, so auch am 25. November 2022, in der Kleinen Galerie Torgau, Pfarrstraße 3. Zu Beginn wurden kleine organisatorische Notwendigkeiten besprochen. Für alle Neugierigen gilt: Wer dieses Jahr noch die Chance ergreifen will, um unverbindlich bei Sprachgewand(t) hineinzuschnuppern, findet am 16. Dezember 2022 in der Kleinen Galerie Torgau um 17 Uhr die letzte Gelegenheit dazu. Ein späteres Treffen ist aufgrund der Weihnachtszeit im Dezember nicht möglich.

Nach der kurzen Absprache ging es sofort mit der Besprechung eigener literarischer Texte weiter. Auf dem Programm standen zunächst verschiedene Scherzgedichte mit angenehm bissigem Humor. Anhand der poetischen Texte wurde vor allem die Wirkung des Paarreimes in humorvollen Gedichten verdeutlicht. Aber auch der Vortrag solcher Texte wurde thematisiert, um den weitverbreiteten Fehler zu vermeiden, die eignen Gedichte wie eine geleierte Büttenrede vorzutragen. Als Kontrast dazu wurde ein Gedicht besprochen, welches ebenso den Paarreim enthielt, jedoch einen sehr tiefgründigen Inhalt aufzeigte. Auch hier war vor allem der Paarreim Gegenstand der Gespräche. Es stellte sich die Frage, wann und unter welchen Umständen diese Reimart einzusetzen ist.

Schließlich blieb Zeit für eine Schreibübung. Dieses Mal widmete sich Sprachgewand(t) dem japanischen Tanka. Die reimlose fünfzeilige Gedichtform eignet sich hervorragend, um das pointierte literarische Schreiben einzuüben, ohne den kreativen Schreibfluss mit zu vielen literarischen Notwendigen zu unterbrechen. In mehreren Durchgängen mit verschiedenen Vorgaben entstanden auf einfache weise vor allem witzige Kurzgedichte, die allein der Form wegen sehr ausdrucksstark, konzentriert und auf den Punkt gebracht wirkten. Mithilfe des Tankas können in Zukunft weitere kreative Schreibübungen entwickelt werden, die für alle Literatinnen und Literaten ein Gewinn für die Weiterentwicklung ihres literarischen Handwerks sein werden.



Neuigkeiten Oktober 2022: Literarischer Schrei


Einen Teil des kunstvollen literarischen Vortrages macht die Beherrschung der eigenen Stimmenlautstärke aus. Durch das Spiel mit unterschiedlichen Lautstärken innerhalb eines Textvortrages entsteht einerseits mehr Vortrags-Spaß, anderseits lauschen die Zuhörerinnen und Zuhörer dem eigenen Text intensiver und können ihn in der Regel auch besser verstehen. Daher konzentrierte sich die Literaturgruppe „Sprachgewand(t)“ beim letzten Treffen am 28. Oktober darauf, selbst verfasste Texte mit lauter Stimme zu präsentieren. Dazu gab es zunächst eine rasche theoretische Einführung und Hinweise zu Übungen für die eigene Stimme, um sie sowohl zu kräftigen als auch beispielsweise vor Heiserkeit zu schützen. Im Anschluss folgte der harte Teil der Arbeit: Es galt, einen selbstverfassten Mini-Text so vorzutragen, dass an einer Stelle wirklich geschrien wurde. Dabei zeigte sich, dass es zu kurz greifen würde, einfach nur an entsprechender Stelle zu schreien. Die Stelle muss vorbereitet werden. Laute Stellen im Textvortrag bedürfen leiser Momente im Voraus. Das Wechselspiel zwischen Laut und Leise, ohne ins Leiern oder ins mechanische Vorlesen zu geraten, ist langfristig einzuüben und lässt sich nicht sofort erlernen. So war es auch kein Wunder, dass mitunter fast über 20 Minuten nur am Vortrag eines einzigen Satzes geübt wurde.

Nach dem Exkurs in den Textvortrag wurden wie gewohnt unterschiedliche selbstverfasste Texte (Gedichte und Erzählungen) vorgetragen und im Anschluss kritisch gewürdigt. Zu sehen ist, dass die Mitglieder von Sprachgewand(t) nicht nur schrittweise die Qualität ihrer Texte und des entsprechenden Vortrages verbessern, sondern zusehends das Experiment wagen und sich an neue Textgattungen oder Motive herantrauen, um sich dort auszuprobieren.

Wer ebenso Lust und Interesse am Erstellen und Besprechen von eigenen literarischen Texten hat sowie sich vor allem in angenehmer Atmosphäre literarisch weiterentwickeln möchte, ist herzlich zu Sprachgewand(t) eingeladen. Unsere Literaturgruppe trifft sich immer jeden letzten Freitag im Monat um 17 Uhr in der Kleinen Galerie Torgau, Pfarrstraße 3, 04860 Torgau. Nehmen Sie bei Interesse gerne Kontakt mit der Kleinen Galerie auf!


Neuigkeiten September 2022: Von Skizzen zu fertigen Texten


Es gibt vielfältige Möglichkeiten, Inspiration für literarische Texte zu finden. Am 30. September näherte sich die Literaturgruppe „Sprachgewand(t)“ wieder an die bildende Kunst an. Die passionierte Musikerin Ina Bär, die es ebenso versteht, malerische und zeichnerische Kunstwerke höchster Qualität anzufertigen, stellte verschiedene Zeichnungs-Skizzen für kreative Schreibübungen bereit. Zu sehen waren Portraits von künstlerisch aktiven Personen, die in ihrer Gesamtheit die einzelnen Arbeitsgruppen des Torgauer Kunst- und Kulturvereins repräsentierten. Die einzelnen Mitglieder von Sprachgewand(t) suchten sich daraufhin jeweils eine Zeichnung aus. Es galt im Anschluss, eine Geschichte auf Grundlage der ausgesuchten Skizzen zu verfassen. Thematische oder stilistische Vorgaben wurden nicht nähert festgelegt, sodass alle Mitglieder besonders frei ihre Texte gestalten konnten. 
Danach wurden eigene literarische Werke einer kritischen Würdigung unterzogen. Besonders herausragend war dieses Mal ein Gedicht von Ingrid Tews, das sich ganz einer Bank in der Natur widmete, und sprachlich-melodisch sowie inhaltlich ein angenehmes Gefühl von Leichtigkeit vermittelte. Besonders gefreut hat sich Sprachgewand(t) über ein weiteres neues Mitglied, das sofort in die kreativen Abläufe der Literaturgruppe involviert wurde und sich sofort wohl fühlte. Wer ebenso Lust hat, sich literarisch-kreativ zu betätigen und weiterzuentwickeln, schaue gerne bei einem Treffen von Sprachgewand(t) an jedem letzten Freitag des Monats um 17 Uhr in der Kleinen Galerie Torgau, Pfarrstraße 3 vorbei.

Neuigkeiten August 2022: Die Kraft des
Dialoges

Alle literarischen Bereiche setzen sich früher oder später mit Dialogen auseinander. Sie verleihen jedem Text eine besondere Tiefe und sind dafür geeignet, beispielsweise Spannung oder Humor zu erzeugen. Das Treffen am 26. August stand ganz im Zeichen des Dialoges. Erik Schulz bereitete zunächst eine Einführung in Sinn und Zweck des Dialoges vor, um anschließend mit den Mitgliedern von Sprachgewand(t) drei verschiedene kreative Schreibübungen durchzuführen. Dabei entstanden facettenreiche Texte und die ersten Schritte hin zum Verfassen ausdrucksstarker Dialoge wurde gemacht. Aufgrund der Neuheit des Themas und umfangreicher Besprechungen wurden eigene Texte dieses Mal nicht näher unter die Lupe genommen. Stattdessen konzentrierten sich alle Mitglieder von Sprachgewand(t) intensiv auf das Thema "Dialoge schreiben".


Neuigkeiten Juli 2022: Bilder einer Ausstellung

Zum neuen Treffen am 29. Juli 2022 fand sich die Literaturgruppe „Sprachgewand(t)“ dieses Mal im Blauen Salon der Kleinen Galerie Torgau, Pfarrstraße 3, ein. Das hatte einen besonderen Grund: Bis zum 13. Oktober lädt die Gruppenausstellung des Herzberger Kunstkreises ein, Skulpturen, Gemälde und dichterische Werke zu betrachten. Das nahm Sprachgewand(t) zum Anlass, um die einzelnen Werke genauer zu betrachten, sie möglichst genau zu beschreiben, um auf Grundlage dieser Beschreibungen im Anschluss eine kleine Geschichte niederzuschreiben. Die genaue Beschreibung eines Objektes war zu Beginn alles andere als einfach, galt es doch sich Zeit zu nehmen und vor allem das Beobachten einzuüben, schließlich auch noch sprachlich wiedergegeben werden musste. Als es aber daran ging, eine kleine Geschichte unter Einbezug der Notizen zu schreiben, füllten sich die Notizzettel sehr schnell. So entstanden vielfältige, lustige, bissige, detailliert beschreibende und reflektierte Geschichten, die als erste Ideen für größere Arbeiten dienen können. Auch wenn diese Schreibung einerseits anspruchsvoll und zweitens recht zeitintensiv war, konnten sich alle Resultate sehen lassen. Das beweist einmal mehr, dass sich jedes Handwerk lernen lässt und gutes Lernen zu schnellen positiven Resultaten führt.Abschließend besprach Sprachgewand(t) dieses Mal einen biographischen Text, der zu vielen Reflexionen, einer lebhaften Diskussion und zu einer kritischen Würdigung des Textes führte. So konnten wieder anregende Tipps und Tricks für das literarische Schaffen vermittelt werden.

Neuigkeiten Juni 2022: Neuer Termin, neue Gesichter

Die Mitglieder der Literaturgruppe „Sprachgewand(t)“ einigten sich zuletzt darauf, die künftigen Treffen immer am letzten Freitag im Monat um 17 Uhr in der Kleinen Galerie Torgau, Pfarrstraße 3, abzuhalten. Nach kurzer Rücksprache wurde die Terminverlegung genehmigt und so fand sich „Sprachgewand(t)“ am 24. Juni wieder zusammen. Zur großen Freude waren gleich drei neue Besucher/-innen anwesend. Neugierig geworden durch die Öffentlichkeitsarbeit des Torgauer Kunst- und Kulturvereins und der Kleinen Galerie Torgau nahmen sie erstmalig an einem Treffen teil.

Zunächst folgte eine kurze Vorstellungsrunde, um herauszufinden, wer sich nunmehr mit Literatur beschäftigen möchte und warum das der Fall ist. Um das Eis schnellstmöglich zu brechen, ging es mit einer der zahlreichen Schreibübungen von „Sprachgewand(t)“ weiter. Alle Teilnehmenden bekamen zufällig zwei Themen mittels einer Karteikarte zugewiesen. Sie konnten ein Thema für sich wählen und sollten darauf aufbauend einen Text schreiben. Selbst für die neuen Besucher/-innen erwies sich diese Schreibübung zwar anfangs als ungewohnt, aber nach kurzem Überlegen entstand eine lesens- und hörenswerte Mischung aus komischen, romantischen, lyrischen und philosophischen Texten.

Da nun die gesamte Gruppe bestens auf literarisches Arbeiten eingestellt war, wurden im Anschluss ein Romanauszug, ein lyrischer Text und ein Stück Kurzprosa ausführlich kritisch gewürdigt, sodass wiederum eine lebhafte Diskussion und ein intensiver literarischer Austausch zum Gewinn aller Teilnehmenden entstanden.


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