Kunst in der Klinik

Oschatzer Allgemeine Zeitung

Von Hagen Rösner

Ein Stück Normalität kehrt zurück: Die 45. Ausstellung des Kunst- und Kulturvereins „Johann Kentmann“ zeigt Malerei und Fotografien

Jana Wittenbecher und Mirko Theodor beim Aufhängen der Bilder in der Collm Klinik.Foto: Hagen Rösner

Oschatz. „Wir sind zwar noch meilenweit von normalen Verhältnissen entfernt, aber ich freue mich, dass wir jetzt die ersten Schritte gehen können.“ Diese Worte bezieht der Geschäftsführer der Oschatzer Collm Klinik Stefan Härte zwar in erster Linie auf den klinischen Betrieb, schließt aber die Kultur in seinem Haus mit ein. Ende voriger Woche durften die Mitglieder und Künstler des Kunst- und Kulturvereins „Johann Kentmann“ nämlich wieder in den Fluren der Oschatzer Klinik eine neue Kunstausstellung aufbauen. „Wir haben schon in den Startlöchern gestanden und freuen uns, dass wir jetzt loslegen können“, sagt die Geschäftsführerin des Kunstvereins Jana Wittenbecher. Eigentlich wäre schon im Dezember 2020 der Wechsel der Exponate fällig gewesen. Doch die Corona-Entwicklungen haben den Kunstleuten einen Strich durch die Rechnung gemacht. Für mehrere Monate war die Klinik öffentlich nicht zugänglich. Jetzt konnte der Kunstwechsel starten. „Unsere Patienten freuen sich immer über die abwechslungsreiche Ausstellung in den Wartebereichen und Klinikfluren“, sagt Stefan Härtel.

Die jetzige Ausstellung des Vereins in der Oschatzer Collm Klinik ist inzwischen die 45. Kunstschau. Jana Wittenbecher erinnert an die Anfänge: „Im Februar 1998 haben wir hier mit einer Ausstellung von Schülerarbeiten aus dem Thomas-Mann-Gymnasium begonnen. Das ist inzwischen fast ein Vierteljahrhundert her.“

Bei der Zusammenstellung der Künstlerarbeiten achteten Jana Wittenbecher und ihre Mitstreiter darauf, dass vor allem Künstler und Kunstschaffende aus der Region zum Zuge kommen. Aus diesem Grund sind die Kunstschaffenden bei der 45. Ausstellung in der Collm-Region keine Unbekannten. Nestor Hans-Peter Graul (Oschatz) ist genauso mit von der Partie wie Ausstellungsneuling Mirko Theodor (Oschatz). Außerdem mit dabei ist Manfred Kretzschmar (Bortewitz) sowie die Fotogruppe Nordsachsen mit Jürgen Amenda, Andreas Barth und Manfred Rößler. Und so bekommen die Patienten und das Oschatzer Klinikpersonal in der 45. Ausstellungsrunde vor allem Malerei und Fotoarbeiten zu Gesicht. Abwechslung ist also ein Motto der Ausstellung.

„Ich freue mich, dass wir diesmal auch Bilder von Mirko Theodor zeigen können“, sagt Jana Wittenbecher. „Er ist für eine Künstlerin eingesprungen, die kurzfristig absagen musste. Die Bilder von Mirko Theodor kannte ich vorher noch nicht. Aufgrund der Empfehlung eines Vereinsmitgliedes aus Oschatz kam dann der Kontakt zustande“, berichtet die Geschäftsführerin. Während sich bei der Auswahl ihrer Werke Hans-Peter Graus und Manfred Kretzschmar auf Landschaftsmalereien spezialisierten, zeigt Theodor auch porträthafte Bilder und Collagen.

Die Fotogruppe Nordsachsen diesmal mit Jürgen Amenda, Andreas Barth und Manfred Rößler vertreten, zeigt ihre Aufnahmen aus einem ganz besonderen Projekt. Ihre Bilder haben die drei Fotofreunde unter dem Titel „Lebenskreuze“ zusammengefasst. Die drei Männer waren im Atelier des Wanzlebener Künstlers Dieter Lahme zu Gast. Dort entstanden die verschiedensten Aufnahmen, die sich immer wieder um die Darstellung von Kreuzen drehen.

Die ausgestellten Arbeiten, so berichtet Jana Wittenbecher, können auch käuflich erworben werden. Kaufinteressenten können sich an das Sekretariat wenden. Die nächste Ausstellung des Kunst- und Kulturvereins wird dann Ende des Monats in der Oschatzer Arbeitsagentur aufgebaut.

10.03.2021

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