Historisches

Die Renaissance ist eine europaweite Epoche u. a. in der Kunst, der Musik, der Architektur, auch des Tanzes, ungefähr von 1350 bis teilweise nach 1600. Mit ihr beginnt die Neuzeit.

Neben großen geographischen Entdeckungen, neuen Erkenntnissen in der Naturwissenschaft und Technik sowie einem Wandel in Philosophie und Denken blüht die Mehrstimmigkeit in der Musik voll auf. Neben dem „verdammten“ Tanz der Spielweiber, Gaukler, Komödianten etc. befreit sich der Tanz, nun geregelt und moralisch gelenkt, endgültig von allen Vorbehalten in der hohen Gesellschaft. Der Tanz ist wichtiger Bestandteil der höfischen Kultur und gehört zu jeder höheren Erziehung.

Tanzmeister verbreiten ihre Kunst in Tanzbüchern, z. B. Domenico da Piacenza (~1455), Guglielmo Ebreo (15. Jh.), Fabritio Caroso (1581, 1600) und Cesare Negri (1602 / 04) in Italien, Thoinot Arbeau in Frankreich (1589), und später auch John Playford in England (1651-1728).